Die Zukunft des Internets ist dreidimensional
23. April 2009 | 1 Kommentar
Das 3D-Internet wird die Zukunft sein, darin waren sich die Experten und ein Großteil der 130 Teilnehmer einig, die am 22. April 2009 auf Einladung der MFG Baden-Württemberg nach Stuttgart gekommen waren. In der Veranstaltung “Virtuelle Welten in der Praxis” wurde deutlich, dass nach dem Hype um Second Life die Entwicklung neuer 3D-Internet-Technologien alles andere als eingeschlafen ist.
Second Life ist de facto derzeit noch der Standard unter den virtuellen Welten, doch viele Experten sehen die Zukunft des dreidimensionalen Internets in quelloffenen Lösungen. Damit könnten verschiedene virtuelle Welten miteinander verbunden werden und zum endgültigen Durchbruch des 3D-Internets führen. Ob quelloffen oder geschlossen – dass die nächste Dimension des Webs kommen wird, darin waren sich die Experten am Infoabend “Virtuelle Welten in der Praxis” am 22. April in Stuttgart einig. Auf Einladung der MFG Baden-Württemberg diskutierten Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft über Trends im 3D-Internet. Dabei zeigten sie zahlreiche Möglichkeiten auf, wie etwa das gemeinsame Lernen und Arbeiten oder den gemeinsamen 3D-Einkaufsbummel mit Freunden. Schier unbegrenzte Entwicklungs- und Marktpotenziale virtueller Welten sahen die Experten aber auch in anderen Branchen, etwa im Tourismus, in der Unterhaltungsindustrie und in der Immobilienwirtschaft.
Den Auftakt des jährlichen Infoabends, den die MFG Baden-Württemberg nunmehr zum dritten Mal veranstaltete, machte Johannes Moskaliuk vom Institut für Wissensmedien Tübingen mit seinem Vortrag “Virtuelle Realitäten 2.0″. Anschließend referierte Dirk Wittkopp von IBM Deutschland zum Thema “3D-Internet – Applying Virtual Worlds to Business”. Mit seinem Impulsvortrag “Bedeutung von OpenSimulator für das 3D-Internet” zeigte Kai Ludwig von TalentRaspel virtual worlds aus Karlsruhe die Möglichkeiten von Open-Source-Lösungen auf. Michael Schumann von der Second Interest AG stellte die virtuelle Welt von Twinity vor, eine 3D-Onlinewelt, in der die Nutzer die Metropolen der Welt virtuell entdecken und bewohnen können. Den Abschluss bildetet Sebastian Küpers mit der Präsentation über “Grenzen und Möglichkeiten von virtuellen Welten”.
Stefan Sottner, Projektleiter bei der MFG Baden-Württemberg, zeigte sich in seinem Resümee zur Veranstaltung äußert zufrieden: “Rund 130 Teilnehmer sprechen eine deutliche Sprache. Das Thema ‘Virtuelle Welten’ ist hochaktuell und gewinnt zunehmend an Attraktivität. Die Vorträge und Gespräche des Abends haben das erneut gezeigt. Nach dem Hype um Second Life befinden wir uns nun in einer spannenden und ernstzunehmenden Entwicklungsphase für das 3D-Internet.”
Ergänzend dazu finden Sie alle Präsentationen des gestrigen Abends auf der Unterseite “Infoabend Virtuelle Welten“.
Kommentare
Ein Kommentar zum Beitrag “Die Zukunft des Internets ist dreidimensional”

geschrieben am 28. April 2009 um 10:53 Uhr
[...] auch im Blogbeitrag der MFG “Die Zukunft des Internets ist dreidimensional” bereits detailliert beschrieben, sind die Entwicklungen hin zum Web3.D mit quelloffenen [...]